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Kommunikation

Kommunikation ist eine ein- bzw. wechselseitige Weitergabe von visuellen, auditiven, kinästhetischen, olfaktorischen, gustatorischen oder sonstigen Botschaften zwischen Kommunikationsteilnehmern mit Hilfe von Übertragungsmedien. Dabei schicken Sender Signale an Empfänger, die sie kontextbezogen interpretieren und zu Aktivitäten anregen. Fünf allgemeine Grundprinzipien beeinflussen Kommunikation entscheidend.
Teilnehmer sind Sender, die die Botschaft abschicken und Empfänger, die sie erhalten. Bei wechselseitiger Übermittlung werden diese Rollen kontinuierlich gewechselt.

Die Übertragung erfolgt direkt (persönlich, z.B. Gespräch), mittelbar (interpersonal, z.B. Briefe, und öffentlich  z.B. Zeitungen), oder technisch (elektronisch, z.B. TV, und computerbasiert, z.B. Streaming) mithilfe der dazugehörigen Medien (z.B. Luft, Papier, Funk).

Das Sender-Medium-Empfänger-Schema ist allen  Kommunikationsmodellen gemeinsam. Sender codieren die Botschaft, nutzen ein Übertragungsmedium, über das Empfänger die Signale empfangen, decodieren und interpretieren (s. Bedeutungsgestaltung). Das Meta-Modell der Sprache zeigt, dass die ursprünglichen Gedanken der Sender nur mit Verlusten formulierbar sind. Zusätzlich verzerrt das Medium bei der Übermittlung. Was bei Empfängern ankommt, wird auf Basis ihres Kontexts interpretiert, d.h. in Abhängigkeit ihrer organisatorischen, fachlichen und kulturellen Modelle sowie ihrer Erfahrungen. Dies ergibt ihr Verständnis der Botschaft und löst Reaktionen aus, die Sender und Empfänger gleichermaßen beeinflussen.

Botschaften sind beispielsweise Ideen, Konzepte, Pläne, Erfahrungen sowie Gefühle, Befindlichkeiten, Meinungen. Sie werden verbal, in Form gesprochener oder geschriebener Sprache, und non-verbal, als Gestik, Mimik, Körperhaltung, Proxemik, Kleidung, Geruch u.v.m., übertragen. Übersinnliche Kommunikation kann derzeit weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Um Kommunikation besser verstehen zu können, haben sich folgende fünf Grundprinzipien ergeben. 1) Man kann nicht nicht kommunizieren - Kommunikation findet immer, auch unbewusst, statt. 2) Jede Kommunikation verfügt über die Aspekte Inhalt, Beziehung, Appell, Selbstaussage - eine Botschaft vermittelt mehr als den eigentlichen Sachinhalt. 3) Jeder Kommunikationspartner hat seine Sicht - den Bedeutungsgehalt einer Botschaft bestimmen alle aufgrund der eigenen Erfahrungen. 4) Nicht nur Verbales teilt etwas mit, sondern auch Nonverbales (z.B. Körperkontakt, -bewegungen, äußere Erscheinung, Kontext) - unbewusste Botschaften begleiten jede Kommunikation. 5) Zwischen­menschliche Kommunikation ist entweder symmetrisch oder komplementär - Unterschiede lösen sich auf oder verfestigen sich und führen zu Problemen.
(Sehr lesenswert sind Paul Watzlawick, Friedemann Schulz von Thun.)
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